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Grace Kelly und die Hermès Kelly Bag

Hermès ist seit Generationen weltweit bekannt für seine Seidentücher mit klassischen Reitermotiven und seine eleganten Handtaschen, deren beliebteste 1957 nach ihrer weltberühmten Trägerin den Namen Kelly-Bag  erhielt. Grace Kelly trug seit 1955 die Hermès-Tasche regelmäßig in der Öffentlichkeit. Dank dieser Publicity stiegen die Bestellungen der Tasche, „die auch die Fürstin von Monaco trägt“, rapide, und Hermès erhielt 1957 vom Fürstenhaus die Erlaubnis, die Tasche nach ihrem Mädchennamen „Kelly“ zu benennen.

Grace Kelly, Fürstin von Monaco
Kelly Bag von Hermès

Die Kelly Bag gilt als der Rolls-Royce unter den Handtaschen. Je nach Ausführung sind die Kundinnen bereit, fünfstellige Beträge dafür zu zahlen. In der Version mit diamantenbesetzten Platinbeschlägen kostet sie mehr als 80.000 Dollar. Als Designer der Kelly Bag gilt Steven Stolman.

Populär wurde die Tasche, als Grace Kelly 1956 auf der Titelseite des Life Magazines erschien. Grace war schwanger, und wie es heißt, wollte man beim Fotoshooting mit der Tasche ihren Bauch verdecken. Der Erfolg der später Kelly Bag genannten Tasche begann augenblicklich. Die Botschaft: Jede Frau kann eine Prinzessin werden, indem sie diese Tasche kauft. Seitdem gibt es bei Hermès Wartezeiten von mindestens 6 Monaten.

Product Placement? Fehlanzeige!

Die hier gezeigten Beispiele, könnten, wenn man so will, als Beispiele für sehr erfolgreiches Product
Audrey Hepburn is Holly Golightly in "Breakfast at Tiffany's". Sie trägt Hubert de Givenchys kleines Schwarzes.
Placement gelten, wäre da nicht die Tatsache, dass im Falle Audrey Hepburn das kleine Schwarze wie auch “Tiffany’s” zur ihrer Rolle und zum Drehbuch dazugehören. Als der 26-jährige Hubert de Givenchy einspringen musste, um die Kleider für Audrey zu entwerfen, kannte er sie gar nicht und meinte es mit ihrer Namensschwester Katherine Hepburn zu tun zu haben . Wie es heißt, hat er anfangs, in Unkenntnis der Lage versucht, den Auftrag abzuwehren.

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Audrey Hepburn und der Luxus

Auch Grace Kellys Tasche war keine absichtsvoll ins Bild gesetzte Requisite, sondern ein Mittel zum Kaschieren des Schwangerschaftsbäuchleins. Überdies befand sich die Idee des Product Placements - also die gezielte Platzierung von Markenartikeln als Requisite in Filmen und bei Fotos - in den 50-ger Jahren noch im Anfangsstadium. Erst später erkannte die Luxusindustrie die Bedeutung Hollywoods und der Presse für die Propagierung ihrer Marken.

up!
Milano - Paris - Tokyo photographs (c) Vanessa

 

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