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Luxusgüter: Wirtschaftsfaktor - Update - Quelle: Handelsblatt

LVMH glänzt mit Schmuck und Uhren - Schweizer Luxusgruppe Richemont wächst stärker

Handelsblatt Nr. 142 vom 26.07.06 Seite 15
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DÜSSELDORF. Die weltgrößte Luxusgütergruppe LVMH glänzt weiter mit hohen Wachstumsraten. Im ersten Halbjahr 2006 stieg der Umsatz noch etwas stärker als von Analysten erwartet. Der Erlös kletterte um 13 Prozent auf 6,97 Mrd. Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 6,95 Mrd Euro gerechnet. An der Börse legten die Titel um rund vier Prozent auf über 77 Euro zu. Gegenüber der Konkurrenz geraten die Franzosen aber ins Hintertreffen.

Zuwächse seien bei allen Marken verzeichnet worden, erklärte das Unternehmen. Auch im zweiten Halbjahr wolle die Gruppe mit Marken wie Louis Vuitton (Leder), Moët & Chandon (Champagner), Hennessy (Cognac), Fendi (Mode), Tag Heuer (Uhren) und Dior (Parfüm) signifikant wachsen. "LVMH wird bei seinen Top-Marken die sich entwickelnden Märkte fokussieren. Außerdem steht die Einführung mehrerer neuer Produkte im Mittelpunkt", teilte der Konzern mit.

Mit dem Wachstumstempo der deutsch-chinesischen Luxusgütergruppe Egana-Goldpfeil kann LVMH nicht mithalten. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/2006 legten die in Hongkong gelistete Gruppe organisch um 19 Prozent zu. Auch die Nummer zwei der Branche, der Schweizer Luxusgüterkonzern Compagnie Financière Richemont, wächst stärker. Die Eidgenossen hatten jüngst für die Monate April und Mai ein Umsatzplus von 18 Prozent gemeldet.

Der Rivale aus Genf kann mit Marken wie Cartier, Patek Philippe und Ulysse Nardin besser von der hohen Nachfrage nach Uhren in Asien profitieren. Zwar legte auch bei LVMH das Segment mit 23 Prozent am stärksten zu, doch steuern Uhren und Schmuck von Tag Heuer und Dior mit 320 Mill. Euro nur knapp fünf Prozent zum Umsatz bei.

Das Wachstum der Franzosen liegt dennoch über dem Branchendurchschnitt. Einer Analyse der Investmentbank Lehman Brothers zufolge hat die Luxusbranche im vergangenen Jahr mit 61,5 Mrd. Euro 7,2 Prozent mehr umgesetzt. Für das laufende Jahr erwarten die Analysten ein Plus von 8,4 Prozent. Der Optimismus stützt sich auf die Märkte in Asien - allen voran China. tak

Das leise Sterben der Mitte

Handelsblatt Nr. 143 vom 27.07.06 Seite 11
Stefan Menzel
 
Karstadt sieht keine andere Lösung: In den größten deutschen Städten flüchtet der Essener Kaufhauskonzern in den Luxus. Das klassische Kaufhaus, das vor allem mittlere Käuferschichten bedient, funktioniert nicht mehr. Deshalb wird das erfolgreiche KaDeWe-Modell aus Berlin auf andere Städte übertragen. Mit Luxus lassen sich Käufer noch locken. Es fehlt also nicht unbedingt das Geld.

Gleichzeitig weichen viele Kunden nach unten aus. Discounter wie Aldi und Kik werben erfolgreich mit günstigen Lebensmitteln und mit Bekleidung, zusätzlich tummelt sich auch die Hamburger Tchibo-Kette mit preiswerten Angeboten in diesem Markt. Die Qualität stimmt inzwischen bei den Discountern, das erklärt ihren wirtschaftlichen Erfolg. Wer hat das Nachsehen? Anbieter in der Mitte wie etwa Karstadt.

Doch es ist nicht nur der klassische Einzelhandel, der unter dieser Polarisierung nach oben und nach unten leidet. In der Autobranche gibt es dasselbe Problem. Während Unternehmen wie BMW und Porsche von Jahr zu Jahr neue Gewinnrekorde melden, haben die Anbieter in der Mitte das Nachsehen. VW und Opel bauen kräftig Stellen ab, weil ihre Autos längst nicht mehr so gut verkauft werden wie in der Vergangenheit. Gut laufen die Geschäfte hingegen dort, wo es Autos preisgünstig gibt - wie etwa bei koreanischen Herstellern.

Die Konsequenz? Wer etwas verkaufen möchte, muss sich entscheiden: Luxus oder Discounter? Wer sich vor diesem Entschluss drückt, dem droht das schnelle wirtschaftliche Ende.

Hinweis

Im Rahmen meiner Arbeiten zum Thema Unternehmensarchitektur der Luxusgüter-unternehmen ist es leider nicht möglich, die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen kontinuierlich zu beobachten und hier zu publizieren. Ich beschränke mich deshalb auf sporadische Updates. Eine verlässliche Quelle ist mir diesbezüglich das Handelsblatt.

  © 2001-2006 by Vanessa Isabel Müller                                                                                                                                        ...on art history